Designestrich

Zweischichtiger Zementestrich bestehend aus einem klassischem Tragestrich/Heizestrich und einer zweiten Schicht aus Weißzement und reinem Quarzsanden. Aufgrund seines (fast) weißen Grundtones, kann der Designestrich beliebig eingefärbt werden.

Durch intensives wiederholtes Glätten der Oberfläche entsteht sein charakteristisches wolkiges Erscheinungsbild. Ziel ist es, eine möglichst glatte und dichte Oberfläche zu erzeugen. Einzelne Poren oder Kratzer sind trotz aller Sorgfalt nicht vollständig auszuschließen.

 

Nach Erhärten wird der Designestrich üblicherweise leicht angeschliffen. Der oberste Zementfilm wird entfernt und Feinanteile und Kornspitzen des Quarzsandes werden freigelegt. Gemeinhin als Pfeffer- und Salzoptik bezeichnet. Der Estrich wird abriebfester und etwas homogenisiert.

Nach ausreichender Trocknung erfolgt die Imprägnierung. Hierdurch wird das Eindringvermögen von Flüssigkeiten stark herabgesetzt. Säurehaltige oder stark färbende Flüssigkeiten sollten aber trotzdem zeitnah entfernt werden, 100% dicht gibt es ohne Beschichtung nicht. Beschichtungen zerstören allerdings die natürliche Optik und Haptik des Bodens und müssten je nach mechanischer Beanspruchung immer wieder erneuert werden.

 

Zur Pflege empfiehlt sich der Einsatz von Steinseifen.

Sichtestrich

Klassischer Zementestrich, bei dem die Oberflächenbearbeitung analog zum Designestrich erfolgt. Kostengünstiger, aber der zur Herstellung notwendige Estrichkies unterliegt Schwankungen in seiner Zusammensetzung und enthält oft auch unerwünschte Bestandteile wie Lehm oder organisches Material. Die Verarbeitbarkeit ist nicht immer gleich und alles zusammen führt gegenüber dem Designestrich zu größeren Schwankungen in den resultierenden Eigenschaften.

Terrazzo

Allgemein

Abweichend zum Designestrich wird hier weniger geglättet, aber umso mehr geschliffen. Die Gesteinskörnung wird auf den vollen Querschnitt freigelegt. Hierbei ist richtige Auswahl der Gesteinskörnungen für die Optik entscheidend.  

Wolkenbildung, Unterschiede in Oberflächenstruktur und Farbgebung müssen gewollt sein, das ist die DNA solch eines Bodens.

Unzählige Einflussfaktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Farbe und Alter des Zements, Baustellenbedingungen, etc., und nicht zuletzt die Tagesform des Künstlers beeinflussen das Erscheinungsbild. Jeder Boden hat seine individuelle Optik und ist nicht reproduzierbar.

 

Darüber hinaus neigen zementgebundene Estriche zur Schwundrissbildung, die durch optimale Rezepturen begrenzt aber nicht ausgeschlossen werden können. Ein sinnvoller Fugenplan sollte erstellt werden.

 

So individuell wie der Boden, so meist auch die Baustellen. Ohne umfassende Beratung und Bemusterung wird es nicht gehen. Fugenausbildung und Wandanschlüsse sind ein Thema für sich. Treppen, Podeste und auch vorgefertigte Platten sind möglich, aber aufwendig. 

Diam vel quam elementum

At varius vel pharetra vel turpis